Im Internet kursiert eine Erzählung: Das SMAS-Facelift sei alt, das Deep Plane der einzig moderne Standard. Stimmt das? SMAS-basierte Techniken bilden die Grundlage der allermeisten modernen chirurgischen Facelifts weltweit. „Veraltet" ist ein Marketingbegriff, kein medizinisches Urteil.
Drei Argumente, warum das Bild differenzierter ist:
1. Weiterentwicklung statt Stillstand. Das High-SMAS-Facelift nach Bruce Connell und Timothy Marten ist technisch ein anderes Verfahren als die Standard-SMAS-Plication aus den 1990ern: bivektorieller Ansatz, erweiterte Mobilisation nach kranial, Mittelgesichtsanhebung. Die Technik hat sich weiterentwickelt – die Bezeichnung ist geblieben.
2. Indikation, nicht Hierarchie. Deep Plane ist eine Weiterentwicklung für fortgeschrittene Ausgangssituationen – kein Ersatz für alle Fälle. Für mittelschwere Ptosis mit guter Gewebequalität liefert High-SMAS exzellente Resultate, ohne die tiefere Präparation zu benötigen. Beide Verfahren haben ihre Indikation.
3. Peyman Bamdads Position – nachweisbar belegt. „Ich beherrsche beide Techniken auf Kongress-Niveau. Wenn ich High SMAS empfehle, dann weil die Ausgangslage es nahelegt – nicht weil ich Deep Plane nicht kann." 2021: VDÄPC-Vortrag „High SMAS Facelift". 2025: Video-Demonstration Deep Plane (DGÄPC). Beides dokumentiert.
Entscheidend ist der Chirurg, der beide beherrscht – und ehrlich nach persönlicher Analyse empfiehlt.